Kommunikation und ihre Mittel im Wandel der Zeit

Ob in der Schule, auf dem Handy oder auch mittags beim Kaffeeklatsch – wir kommunizieren überall mit unseren Mitmenschen und Liebsten. Doch was ist eigentlich „Kommunikation“ und welche Mittel stehen uns zur Verfügung?

Generell ist zu sagen, dass als Kommunikation der Austausch bzw. die Übertragung von Informationen, unabhängig von deren Inhalt, bezeichnet wird. Dieser Austausch findet jedoch nicht nur bei Menschen statt, sondern ebenso in der Tierwelt.  Dieser Artikel bezieht sich freilich ausschließlich auf den Menschen und dessen Kommunikation.

Bereits seit den ersten Bewohnern unserer Erde versuchte man, sich mithilfe verschiedener Mittel miteinander zu verständigen. Damals gab es weder Schrift noch Sprache und so verständigte man sich hauptsächlich durch Rauchzeichen und Signalfeuer.

Circa 3000 vor Christus wurde dann der erste bekannte Brief versandt, er stammte aus Ägypten und wurde auf Papyrus geschrieben. Mit diesem entwickelten sich die Schriftform und der Briefversand schlagartig weiter und somit wurde ca. 1000 vor Christus die Brieftaube eingeführt, welche Briefe aus Ägypten in die Nachbarländer flogen.

Erst 2000 Jahre später und somit um 970 nach Christus wurde das Fadentelefon entdeckt, welches als Urform des uns heute bekannten Telefons gilt. Eine Weiterentwicklung lag vorerst nicht im Interesse der Bevölkerung und somit gab es erst mit der Einführung der Elektrizität neue Kommunikationsmittel. Den Anfang machte 1836 der Telegraf, welcher die Stromleitungen als Signalüberträger von Schrift, also von Informationen, nutzte.

Die nächsten Jahrzehnte lieferten sich dann einen Kampf um die Weiterentwicklung des Fadentelefons und so erfand Philipp Reis 1861 das Telefon und führte dieses 1877 in die Gesellschaft ein. Die Funktionsweise war ähnlich wie die des Telegrafen, wobei die Schrift durch Schallwellen ersetzt wurde, welche wiederum in elektrische Impulse umgewandelt werden.

Zwar war der Funk im Jahre 1894 kein neues Kommunikationsmittel, jedoch ist er für die Weiterentwicklung der bisherigen Mittel sehr von Bedeutung gewesen. Er ermöglichte erstmals das drahtlose Senden und Empfangen.

In den Jahren 1940, 1970 und 1971 folgten dann die von uns heute noch benutzen Kommunikationsmittel: Der Computer, als Öffnung eines ganzen neuen Systems; das Faxgerät als Ersatz für den Telegraf und die E-Mail als neue Art des Briefes.

Und dann im Jahre 1981 kam das für die aktuelle Generation wichtigste Kommunikationsmittel – das Mobiltelefon (auch Handy genannt)…damals noch sehr groß und sperrig, heute passt es in jede Hosentasche. Doch was wäre ein Handy ohne Internet und Nachrichtenfunktionen? Richtig, nicht viel und somit ging das Internet 1990 zum ersten Mal „online“, gefolgt von der SMS 1992.

Bis heute profitieren wir von den meisten dieser Erfindungen und so erhalten wir täglich neue Apps für unser Smartphone (Handy), die zu einer immer besseren Kommunikation führen sollen.

Ob sich unsere Kommunikation jedoch auch in Zukunft verbessern wird, ist zu bezweifeln, da wir das Reden miteinander verlernen und heutzutage schon Beziehungen über sogenannte Messages begonnen bzw. beendet werden. Man muss lediglich in einen Bus oder eine U-Bahn blicken und erkennt, wie abhängig die Gesellschaft heutzutage von ihren Smartphones ist. Dies ist jedoch ein anderes Thema und wird in Zukunft sicherlich näher angesprochen.

Bis dahin werde ich mich in meinem Zimmer einsperren und über verschiedene Apps den Kontakt zur Außenwelt aufnehmen, somit schone ich nicht nur meinen Mund, sondern schicke auch keine Schallwellen in die Welt hinaus…Das kann nur positiv sein!

 

Über Moritz Simon

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