Zeit

Zeit: Was ist Zeit? Wenn man Google befragt, dann erhält man 306.000.000 Ergebnisse in 0,30 Sekunden, das erste davon besagt:„ Zeit – Substantiv- [die] ist das Nacheinander von Ereignissen in bestimmten messbaren Abschnitten.“ Des Weiteren könnte man jetzt anmerken, dass Zeit eine physikalische Größe ist (mit dem Formelzeichen t und der Grundeinheit Sekunde) aber dann würde an dieser Stelle niemand mehr weiter lesen. Nun Zeit kann man also verschieden deuten und erklären, jeder Mensch hat sich in seinem Leben schon mit Zeit beschäftigt (nein, wir sprechen jetzt nicht über die Tatsache, dass es sich um ein feminines Substantiv handelt!) spätestens wenn es bei Schulaufgaben heißt: „ noch zehn Minuten bis zur Abgabe!“ und man merkt, dass man noch vier Aufgaben zu bearbeiten hat, oder wenn man in der Früh mal wieder hinter dem Bus hinterher rennen muss, wie oft haben wir uns wohl schon über unseren Wecker geärgert wenn er uns pünktlich! Um 6.30 aus dem Schlaf reißt und wenn man das Gefühl hat, dass in der Früh die Zeit prinzipiell schneller vergeht und kaum ist es 7:50 dauern Sekunden und Minuten mindestens 6-mal so lang. Aber genug gejammert. Eines der 306.000.000 Ergebnisse beschreibt übrigens die wissenschaftliche Erklärung für das oben genannte Phänomen aus psychologischer Sicht: „Die Wahrnehmung der Zeitdauer hängt davon ab, was in der Zeit passiert. Ein ereignisreicher Zeitraum erscheint kurz, hingegen dauern ereignisarme Zeiträume manchmal quälend lange.“

Zeit ist sowieso irgendwie anstrengend: Sei es das richtige Tempus in Deutsch und Latein zu beachten oder sich an bestimmt Zeitpunkte zu halten. Auch das Definieren von Begriffen wie „ Gegenwart“ und „Augenblick“ ist schwierig. Ist der jetzige Augenblick, wo ich hier sitze und schreibe, nicht auch schon wieder Vergangenheit? Für die Gegenwart zählt dasselbe Prinzip, die jetzige Gegenwart ist im nächsten Augenblick schon wieder Vergangenheit und die kommende Gegenwart ist ja noch Zukunft.

Eine weitere Kategorie der 306.000.000 Treffer bei Google sind die vielen Redewendungen, die es zum Thema „Zeit“ gibt. „ Zeit ist Geld“ sagte schon Benjamin Franklin (1706-1790). Gemeint ist damit, man soll die „ Zeit nicht verschwenden“ sondern die „Zeit nutzen“ und das möglichst effizient. Das war vor 200 Jahren und heute, wo man fast permanent unter Stress steht (Schule Arbeit, usw.) hat dieser Satz seine Gültigkeit nicht verloren, laut einer Studie eines Professor einer kanadischen Universität macht diese Einstellung Menschen sogar unglücklich, vielleicht hilft da als Aufmunterung: „ Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern die viele, die wir nicht haben.“ Von Lucius Annaeus Seneca (4 v. Chr.- 65 n. Chr.).

Leonie Meckes

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